Wir hatten das große Glück Dank großzügiger Spenden Eva-Maria in der Zeit vom 28.02.-11.03.2011 ihre erste Delphintherapie im Curacao Dolphin Therapy Center auf der niederländischen Karibikinsel Curacao zu ermöglichen.

 

Die ca. 16 stündige Anreise via Berlin und Amsterdam haben wir gut bewältigen können. Eva war während der langen Flugzeit sehr gut zu beschäftigen und hat prima durchgehalten. Am Flughafen Hato in Curacao wurden wir vereinbarungsgemäß gemeinsam mit anderen Therapiekindern und deren Eltern von einem Bus abgeholt und zum Hotel dolphin suites gebracht.

Wir haben uns im Hotel sehr wohl gefühlt. Es ist behindertengerecht ausgestattet, verfügt über einen eigenen Pool und der Weg zum Dolphin Therapy Center ist innerhalb von 5 Minuten zu Fuß zu erreichen. Ideal für uns.

 

Wir hatten das Glück, daß Evas Therapie täglich in der Zeit von 10:30 - 12:30 Uhr stattfand. Ihr Therapeut war Matthias, der von Friederike, Frieda genannt, einer ausgebildeten Sozialpädagogin, und von Elze, der Delphintrainerin, in diesen zwei Wochen unterstützt wurde. Nicht zu vergessen ist natürlich, daß Evas tierischer Therapeut Papito hieß, ein 6 Jahre alter Delphin.

Sicher hatten wir klare Vorstellungen über den Ablauf und die Organisation der Therapie im Vorfeld. Unsere Erwartungen wurden erfüllt und übertroffen. Wir haben uns schnell in einem sehr erfrischenden Team von Therapeuten und Mitarbeitern wiedergefunden, die uns in der Zeit von Evas Therapie beratend und unterstützend zur Seite standen. So haben wir die Angebote für Beratungsgespräche bzw. Workshops gern angenommen; z.B.  Familientherapie, Sprachtherapie, Ergotherapie und div. Informationsveranstaltungen.

Wesentlicher Bestandteil des Therapiekonzeptes ist das Familienschwimmen. So hatten wir am ersten Samstag vormittag die Gelegenheit mit "Evas Delphin" Papito zu schwimmen, um so eine Vorstellung davon zu kommen, was unsere Tochter während ihrer Therapie im Wasser erlebt.

Die schwierige Brücke - Das Überqueren ist anfangs nur im Kinderwagen möglich
Die schwierige Brücke - Das Überqueren ist anfangs nur im Kinderwagen möglich

Täglich sind wir mit Eva gegen 10:15 Uhr im Hotel gestartet und haben es auch irgendwie geschafft zum Beginn der Therapie um 10:30 Uhr vorort zu sein. In den ersten Tagen war eine große Herausforderung, Eva über eine Brücke zu begleiten (... sie wollte schon dort in das traumhafte türkisfarbene Wasser springen) auf dem Weg zum Therapiezentrum. Am Ende der Therapie war das kein Problem mehr.

Evas erster Therapietag
Evas erster Therapietag

Am ersten Tag waren wir alle sehr aufgeregt, und überwältigt, wie Eva das erste Mal mit Matthias und Papito im Wasser war. Eva hat unglaublich schnell Kontakt zu Matthias, Papito und allen Beteiligten finden können; so daß auch diese Tatsache entscheidend zum Erfolg der Delphintherapie beigetragen hat.

 

Hier ist Eva mit Matthias auf dem Weg zum Wasser zu sehen.

 

 

Am ersten Therapietag fand ein ausführliches vorbereitendes Gespräch mit Evas Therapeuten statt. Hier hatten wir Gelegenheit Matthias über Evas Entwicklungsstand und aktuelle Therapien zu informieren und auch grundlegende Therapieziele für die bevorstehende Therapie zu formulieren.

Diese beinhalteten für Eva:

  • Verbesserung der motorischen Fähigkeiten
  • Gangschule
  • Förderung der allgemeinen Wahrnehmung
  • Integration der Arme in das Körperschema
  • Förderung der kommunikativen Möglichkeiten

 

Um 10:30 Uhr wurde dann Eva von Matthias und Frieda zur Vorbereitungszeit im Therapieraum abgeholt. Bis 11:00 Uhr wurde Eva hier physio-und ergotherapeutisch gefördert, auf die Therapie im Wasser vorbereitet und umgezogen. In der Zeit von 11.00 - 12:00 Uhr war dann Eva meistens mit einer kleinen Unterbrechung mit Matthias und Papito im Wasser.

Ankunft am Dock
Ankunft am Dock

Nach einigen Hindernissen hatte Eva mit Verspätung das Dock erreicht. Wir hatten großes Glück, daß unser "dreamteam" gleich am ersten Dock arbeiten durfte. So konnten wir relativ nah alles beobachten, ohne daß Eva uns bemerkt hatte.

... endlich im Wasser mit Papito
... endlich im Wasser mit Papito

Neben den vielfältigen Übungen im Wasser mit Ball, Reifen, Ring, Surfbrett usw. wurde in den Pausen auf dem Dock viel auf dem Gebiet der Wahrnehmung mit Eva gearbeitet. Anfangs setzte Matthias JA- u. NEIN-Karten für die Kommunikation ein. Das war eher schwierig für Eva. Später setzte er Bildkarten ein, wo Eva durch Zeigen auf die jeweilige Karte sich entscheiden mußte, ob sie beispielsweise mit dem Ball oder dem Reifen im Wasser mit Papito spielen möchte. Das hat zum Ende der zweiten Woche schon deutlich besser geklappt.

 

nach der Therapie im Wasser
nach der Therapie im Wasser

Unmittelbar nach der Therapie, in der Zeit von 12:00-12:30 Uhr, wurde Eva ausgiebig geduscht und umgezogen. Dann kamen Eva, Frieda und Matthias zurück. Während sich Frieda weiter mit Eva beschäftigte, konnte Matthias mit uns Evas Therapiezeit auswerten. Uns haben diese täglichen Gespräche sehr viel gegeben, da wir uns sehr konstruktiv austauschen konnten.

Beim Abschlußgespräch
Beim Abschlußgespräch